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Jecken mögen’s deftig

Quer durch die Republik wird dieser Tage Karneval gefeiert. Es wird geschunkelt, getanzt, gelacht, getrunken und geschlemmt. Kulinarisch gesehen geht es – von den typischen süßen Krapfen mit Füllung mal abgesehen – eher deftig und fleischlastig zu. Einige würden den Karneval gar als Völlerei bezeichnen. Weshalb? Das närrische Fest stand früher ganz im Zeichen der Vorbereitung auf die christliche Fastenzeit. Dabei waren vor Ostern typischerweise Fett, Milch und Fleisch tabu. Also wurde vorher nochmal ordentlich zugelangt. Danach hieß es dann „carne vale“, was frei aus dem Lateinischen übersetzt „Tschüss Fleisch“ bedeutet.


Soore Kappes ungerenander

Ein typisch „kölsches“ Rezept, das zu Karneval besonders beliebt ist, ist Soore Kappes ungerenander, hochdeutsch: Sauerkrauteintopf.

Zutaten

Für 5 Personen

600 g Sauerkraut

150 g fetter Speck

2 mittelgroße Zwiebeln

4 Wachholderbeeren

1 großer, saurer Apfel

3 Scheiben Kasseler

1 kg Kartoffeln

500 ml Wasser oder Brühe

Zubereitung

Den Speck kleinschneiden und in einem Bräter auslassen. Die Zwiebeln fein würfeln und in dem ausgelassenen Speck glasig andünsten. Das Sauerkraut mit den Wacholderbeeren und einer Prise Salz hinzugeben. Den Apfel schälen, kleinschneiden und zum Sauerkraut geben. Das Kasseler auf das Sauerkraut legen, mit Wasser oder Brühe übergießen und eine bis eineinhalb Stunden kochen lassen. Je nachdem wieviel Flüssigkeit dabei verkocht, muss eventuell etwas nachgegossen werden. Aus den Kartoffeln separat einen groben Kartoffelstampf zubereiten. Das Kasseler aus dem Topf nehmen und in kleine, mundgerechte Stücke schneiden. Dann Kasseler und Kartoffelstampf unter das Sauerkraut heben (unterheben = ungerenander).


Wir wünschen guten Appetit! Dein Fleischerhandwerk

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