• Events,  Rezepte

    Jecken mögen’s deftig

    Quer durch die Republik wird dieser Tage Karneval gefeiert. Es wird geschunkelt, getanzt, gelacht, getrunken und geschlemmt. Kulinarisch gesehen geht es – von den typischen süßen Krapfen mit Füllung mal abgesehen – eher deftig und fleischlastig zu. Einige würden den Karneval gar als Völlerei bezeichnen. Weshalb? Das närrische Fest stand früher ganz im Zeichen der Vorbereitung auf die christliche Fastenzeit. Dabei waren vor Ostern typischerweise Fett, Milch und Fleisch tabu. Also wurde vorher nochmal ordentlich zugelangt. Danach hieß es dann „carne vale“, was frei aus dem Lateinischen übersetzt „Tschüss Fleisch“ bedeutet. Soore Kappes ungerenander Ein typisch „kölsches“ Rezept, das zu Karneval besonders beliebt ist, ist Soore Kappes ungerenander, hochdeutsch: Sauerkrauteintopf.…

  • Warenkunde

    Kleine Kohlkunde Teil 3: Kasseler und Schweinebacke

    Wo kommt Grünkohl her? Warum heißt er mancherorts Braunkohl? Welche Traditionen ranken sich um den Winterliebling? Was steckt drin im grünen Superfood? Wie wird Grünkohl zubereitet und wie werden die passenden Fleisch- und Wurstspezialitäten vom Fleischer hergestellt? Unsere kleine Kohlkunde erklärt’s. Heute: Warenkunde zu Kasseler und Schweinebacke. Kasseler   Bei Kasseler handelt es sich um gepökeltes und leicht geräuchertes Schweinefleisch. Je nachdem, aus welchem Teilstück, ist das Kasseler mehr oder wenig stark durchwachsen. So ist Kasseler aus dem Rücken – z. B. aus dem Kotelettstrang – besonders mager, während Kasseler-Nacken durchwachsener ist. Kasseler wird schonend, mit einer milden, eingespritzten Pökellake gepökelt. Anschließend wird das Fleisch über Buchenspänen geräuchert. Kasseler ist…