Fleischer-Geschichten

Berufswunsch: Fleischer/Fleischerin

Wer regelmäßig beim Fleischer oder Metzger einkauft, entscheidet sich für Qualitätsprodukte hergestellt von Meisterhand. Die Begriffe Fleischer und Metzger meinen übrigens denselben Beruf – der Unterschied ist regional bedingt. Im Süden spricht man meist vom „Metzger“ während nördlicher von „Fleischer“ oder auch „Schlachter“ die Rede ist. Heute gehen wir der Frage auf den Grund, was genau den Beruf eigentlich ausmacht.


Verantwortungsvolle Genusshandwerker

Es gibt eine Sache, die geht Handwerksfleischerinnen und -fleischern über alles: der respektvolle und verantwortungsvolle Umgang mit Mensch und Tier. Nur so lassen sich hochwertige Fleisch- und Wurstwaren herstellen. Das beginnt bereits bei der Beschaffung der Rohstoffe. Umso entscheidender, bereits die Aufzucht- und Transportbedingungen der Tiere im Blick zu haben. Denn für Geschmack, Qualität und Frische des Fleisches sind eine artgerechte Haltung, Fütterung sowie möglichst kurze Wege unumgänglich. Hierfür wiederum müssen Fleischerinnen und Fleischer gut mit ortsansässigen Landwirten vernetzt sein. Dies gilt selbstverständlich auch für andere Zulieferer und regionale Player. Fleischerinnen und Fleischer sind also keine Einzelkämpfer. Ihr Alltag und Handeln sind kooperativ und kommunikativ.


Modern und traditionell

Wie in vielen anderen Bereichen hält auch im Fleischer- und Metzgerhandwerk der Fortschritt in Form von Digitalisierung und Automatisierung Einzug. Viele dieser Neuerungen vereinfachen die alltäglichen Arbeitsabläufe in einem Fachbetrieb und bringt diesen weiter voran. Beim Thema Schlachtung und Verarbeitung vertrauen Fleischerinnen und Fleischer jedoch hauptsächlich in das über Jahrhunderte gepflegte und ständig vertiefte Wissen ihres Gewerks. Dazu zählt der schonende und sorgsame Einsatz von Roh- und Zusatzstoffen, genauso wie der gekonnte Umgang mit Messer, Beil & Co.


Facettenreicher Arbeitsalltag

Mit viel Ehrgeiz und Begeisterung haben Fleischerinnen und Fleischer ein vielfältiges Fleisch- und Wurstangebot geschaffen. In Deutschland gibt es z. B. rund 1.500 verschiedene Wurstsorten – und es entstehen immer neue Varianten. Dies zeigt, wie kreativ und innovativ dieser Beruf sein kann.

Vor der eigentlichen Produktion einer Spezialität steht die Auswahl des Fleisches. Ein Fleischer weiß genau, welche Eigenschaften ein Teilstück für seine unterschiedlichen Spezialitäten haben muss. Entsprechend verschiedener Kriterien wie Fettanteil oder dem Alter des Tieres, wählen Fleischer und Metzger das Fleisch aus und zerlegen es fachgerechte sowie ressourcenschonend in die einzelnen Teilstücke.

Neben der Produktion und dem klassischen Ladenverkauf ist die Gastronomie, genau genommen Mittagstisch-Angebote sowie das Catering- und Partyservice-Geschäft, ein weiterer Aufgabenbereich. Hier lassen sich Fleischerinnen und Fleischer sowohl von traditionellen und regionalen Rezepten als auch von zeitgemäßen Ernährungsbedürfnissen inspirieren. Aber auch aus den Gesprächen mit Kunden können sich neue Kreationen ergeben.

Fleischerinnen und Fleischer sind stolz auf ihren Beruf, wie jüngst auch die Aktion der Nationalmannschaft gezeigt hat.


Ausbildung und dann?

Nach der abgeschlossenen Berufsausbildung stehen Fleischerinnen und Fleischern die Türen offen: Sie können aus zahlreichen Weiter- und Fortbildungsangeboten wählen. Auch ein ergänzendes Studium ist möglich.

Weitere Infos über den Beruf und zu den Ausbildungsinhalten erhältst du unter www.fleischerberufe.de.

 


 

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