Bayern weist eine große Bandbreite an regionalen Wurstspezialitäten auf, doch kaum eine Wurst ist mit so vielen Bräuchen verbunden, wie die Weißwurst. Früher durfte sie zum Beispiel nicht das Zwölf-Uhr-Läuten hören, was so viel bedeutet wie, dass sie schon vor dem Mittag gegessen werden sollte. Das lag daran, dass Weißwürste traditionell morgens frisch hergestellt und roh verkauft wurden. Da dieses Wurstbrät leicht verderblich ist, sollten die Würste noch am Vormittag gegessen werden. Heute werden Weißwürste bereits gebrüht verkauft und müssen daher aus hygienischen Gründen nicht mehr vor zwölf Uhr gegessen werden. Der Brauch wird auf der Wiesn aber weiterhin gepflegt. Die Wurst gehört aber nicht nur zum Oktoberfest, sondern hat…
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Niederlande: nicht alles Käse!
Gouda, Edamer, Tilsiter: Denkt man an die Niederlande, fallen einem meist zuerst die gelben Käseräder ein. Dabei kann das Land kulinarisch noch mit etwas anderem punkten, das hierzulande viel weniger bekannt ist: seiner etwas ungewöhnlichen Fleisch- und Wursttradition. Rookworst Die Rookworst gilt vielen als die niederländische Wurst schlechthin. Es handelt sich um eine grobe, kräftig geräucherte Brühwurst aus Schweinefleisch, die traditionell nicht roh, sondern erhitzt gegessen wird. Ob gekocht, gebraten oder gegrillt, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Ihr rauchig-würziger Geschmack macht sie zum perfekten Partner für Snert, die dicke niederländische Erbsensuppe, oder für Stamppot, den klassischen Kartoffelstampf mit Grünkohl oder Sauerkraut. Vor allem im Winter landet sie in vielen Haushalten…





