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Ernährungsreport: Fleischerhandwerk im Trend

Einmal im Jahr bringt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) den Ernährungsreport heraus. Darin werden die Ergebnisse einer regelmäßig stattfindenden forsa-Umfrage zu Gewohnheiten und Trends in Sachen Ernährung veröffentlicht. Für 2022 wurden 1.000 Personen ab 14 Jahren telefonisch befragt. Grundsätzlich ist es allen Teilnehmenden der Umfrage ein Anliegen, das Klima zu schützen und der Umwelt etwas Gutes zu tun. Welche Rolle Fleisch dabei spielt, erfährst du im Folgenden.

Besser Essen

Etwa 25 Prozent der Befragten essen täglich Fleisch oder Wurst – Männer sogar zu 31 Prozent, Frauen lediglich zu 19 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Wert kaum gesunken. 2021 gaben noch 26 Prozent an, täglich Fleisch oder Wurst zu essen. Verschiedene andere Studien sagen, dass neun von zehn Personen regelmäßig Fleisch und Wurst essen.

Wissen, wo’s herkommt

Qualität, das ist das richtige Stichwort. Hierbei ist 76 Prozent der Befragten wichtig, dass ihre Fleisch- und Wurstwaren aus der Region kommen. Aus der Region bedeutet: kurze Transportwege, so wie es im Fleischerhandwerk üblich ist. Unsere Fleischermeisterinnen und Fleischermeistern kennen oft die Landwirte, die ihre Tiere aufziehen und sind schon lange partnerschaftlich verbunden. „Wir besuchen den Hof, von dem wir die Tiere bekommen regelmäßig und schauen nach dem Rechten“, sagt Carsten Dettmers, Obermeister der Fleischerinnung Burgdorf. So können Fleischerfachgeschäfte transparent vermitteln, wo ihre Produkte herkommen und wie die Tiere gehalten wurden.

Die artgerechte Tierhaltung spielt für viele Verbraucherinnen und Verbraucher laut Umfrage eine ebenso entscheidende Rolle. Danach gefragt, was ihnen beim Essen wichtig ist, gaben 80 Prozent an, dass sie Wert auf die Haltungsbedingungen der Tiere legen.

Nachhaltig handeln

Auch eine umwelt- und ressourcenschonende Produktion ist für viele der befragten Personen bei der Auswahl von Lebensmitteln ausschlaggebend (73 Prozent). Bei der Herstellung ihrer Fleisch- und Wurstwaren ist eben eine solch nachhaltige Herangehensweise seit jeher unerlässlich. Zum Beispiel ist es für sie selbstverständlich, jedes verzehrbare Teil des Tieres weiterzuverarbeiten. Aus den Knochen wird Brühe gekocht und aus den Innereien entstehen Leber- oder Zungenwurst.

Der wertschätzende Umgang mit Ressourcen ist den Akteuren des Fleischerhandwerks ein großes Anliegen. Obgleich das Fleischerhandwerk in Teilen sehr energieintensiv ist, sparen Unternehmen Energie, wo es geht: sei es die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, das Elektroauto oder der Einbau von effizienten Neugeräten.

Frag bei deinem nächsten Besuch im Fachgeschäft nach. Man wird dir bestimmt gern Auskunft geben.


Einfach gut genießen – Dein Fleischerhandwerk

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