Rezepte

Weihnachten international Teil III: Italien

Bei uns in Deutschland ist der Ablauf der Weihnachtsfeier in den meisten Familien ähnlich: am 24. Dezember trifft man sich mit Familie und Freunden, besucht vielleicht gemeinsam die Kirche und dann gibt’s die Bescherung. Am 1. und 2. Feiertag geht’s dann häufig etwas ruhiger zu. Es wird ausgeschlafen, Groß und Klein spielen mit ihren Geschenken, einige Familien besuchen die Verwandtschaft. Haben wir etwas vergessen? Richtig – Essen spielt an Weihnachten bei uns eine wichtige Rolle. Ohne Kartoffelsalat mit Würstchen, geschmorte Gänsekeule oder Wildgulasch wären die Feiertage nicht dasselbe.

Auch in anderen Ländern gibt es zahlreiche Traditionen rund um Weihnachten. In diesem Jahr möchten wir dir daher zu jedem Adventswochenende ein typisches Festtagsessen aus einem anderen Land vorstellen. Zum dritten Advent möchten wir euch einen Einblick ins italienische Weihnachtsfest geben.

Anders als bei uns bekommen die Kinder in Italien erst am 6. Januar, am Tag der Heiligen Drei Könige, Geschenke. Am 24. Dezember, der „vigilia di Natale“, trifft man sich mit der Familie und genießt die gemeinsame Zeit. Traditionell wird Stockfisch mit gekochtem Gemüse und Pettole, eine Art Schmalzgebäck, gegessen. Der Hauptweihnachtstag ist wie auch in Australien und Kanada der 25. Dezember. „Bei uns zu Hause gab es an diesem Tag immer Kalbsbraten aus dem Ofen“, erzählt Maria Schaaf, die gebürtige Italienerin und Senior-Chefin der Fleischerei Schaaf im hessischen Rodenbach.

Für gutergenuss hat Frau Schaaf ihre Kindheitserinnerung aufleben lassen und uns ein Rezept für Arrosto di Vitello verraten.

Kalbsbraten: Arrosto di Vitello

Für 4-5 Personen

Zutaten

1 kg Kalbsbraten
Butterschmalz
Rosmarin
Salbei
Olivenöl
Mehl
3 Schalotten
75 ml Marsala
600 ml Kalbs- oder Rinderfond

Zubereitung

Den Braten mit einem Küchentuch trocken tupfen, salzen und pfeffern. Etwas Butterschmalz in einem Bräter erhitzen und das Kalbfleisch von allen Seiten scharf anbraten. Anschließend die Kräuter dazugeben, den Bräter verschließen und diesen für ca. 2 Stunden in den vorgeheizten Backofen (160 Grad Ober-/Unterhitze, 140 Grad Umluft) schieben. Währenddessen den Braten hin und wieder mit etwas Fond begießen.

Nach der Garzeit den Braten aus dem Bräter holen, in Alufolie wickeln und zum Ruhen beiseitestellen. Den Bratenfond durch ein feines Sieb passieren, in einem Topf einkochen lassen, ggf. mit etwas Mehl binden. Zum Schluss die Sauce mit Marsala, Salz und Pfeffer abschmecken.

Klassischerweise isst man dazu Rosmarinkartoffeln, in Salzwasser gekochtes und mit Olivenöl verfeinertes Gemüse oder einen grünen Salat.

Wir wünschen guten Appetit!


Einfach gut genießen – Dein Fleischerhandwerk

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