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Weihnachten international Teil I: Putenbraten

Bei uns in Deutschland ist der Ablauf der Weihnachtsfeier in den meisten Familien ähnlich: am 24. Dezember trifft man sich mit Familie und Freunden, besucht vielleicht gemeinsam die Kirche und dann gibt’s die Bescherung. Am 1. und 2. Feiertag geht’s dann häufig etwas ruhiger zu. Es wird ausgeschlafen, Groß und Klein spielen mit ihren Geschenken, einige Familien besuchen die Verwandtschaft. Haben wir etwas vergessen? Richtig – Essen spielt an Weihnachten bei uns eine wichtige Rolle. Ohne Kartoffelsalat mit Würstchen, geschmorte Gänsekeule, Festtagsbraten oder Wildgulasch wären die Feiertage nicht dasselbe.

Auch in anderen Ländern gibt es zahlreiche Traditionen rund um Weihnachten. In diesem Jahr möchten wir dir daher zu jedem Adventswochenende ein typisches Festtagsessen aus einem anderen Land vorstellen. Wir starten mit Kanada.

Fleischermeisterin Sophia Meinert aus Hamburg, die viel Zeit in Kelowna, British Columbia, verbracht hat, kennt sich gut aus mit den dortigen Weihnachtsbräuchen: „In Kanada gibt’s die Geschenke erst am Morgen des 25. Dezember. Am Vorabend bekommen die Kinder normalerweise nur ein kleines Präsent. Meistens sind das neue PJs (Schlafanzug), die direkt angezogen werden. Am späten Nachmittag wird dann mit der ganzen Familie zusammen gegessen. Der typisch kanadische Weihnachtsschmaus ist Stuffed Turkey mit Süßkartoffelstampf und Cranberry-Sauce.“ Ein Rezept für das „Christmas-Dinner“ hat Sophia uns auch verraten. Bei der Füllung gibt es viele verschiede Möglichkeiten.


Gefüllter Putenbraten mit Cranberry-Sauce and Süßkartoffel-Stampf

Die Angaben reichen für etwa acht Personen.

Für die Füllung

Zutaten

  • 8 zerkleinerte Weizen-Brötchen
  • 250 g kleingeschnittenen Sellerie
  • 250 g klein gewürfelte Zwiebeln
  • 350 g Butter
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 ½ EL Geflügelgewürz (die Gewürzmischung gibt es fertig im Supermarkt zu kaufen)
  • 300 ml Geflügelbrühe
  • 2 große Eier

Zubereitung

Die Zwiebelwürfel in ausgelassener Butter andünsten, bis sie glasig sind. Den Sellerie dazugeben und mit anbraten. Anschließend die Brötchen in eine große Schüssel geben und mit der Butter, den Zwiebeln und dem Sellerie vermischen. Dann die übrigen Zutaten unter die Masse heben. Füllung beiseitestellen und anschließend die Pute vorbereiten.


Für den Putenbraten

Zutaten

  • 1 Pute (etwa 6 kg)
  • Füllung (s. o.)
  • Geflügelbrühe
  • 60 g Butter
  • Salz
  • Pfeffer

Zubereitung

Den Ofen auf 160 Grad (Umluft) oder 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen.

Eventuell vorhandene Daunen und Federkiele von der Pute entfernen. Anschießend das Geflügel innen wie außen trockentupfen und mit der vorbereiteten Füllung befüllen. Sollte „Stuffing“ übrigbleiben, fülle es in eine Auflaufform und backe es separat im Ofen – davon kann es schließlich nie zu viel geben. Den vorbereiteten Vogel in die Fettpfanne deines Backofens setzen, die Schenkel locker mit Garn zusammenbinden. Zum Schluss den gesamten Putenbraten mit Butter einreiben und mit Salz und Pfeffer würzen. Ab geht’s in den Ofen.

Alle 45 Minuten die Pute mit Bratensaft oder – falls nicht genug Flüssigkeit vorhanden ist – mit Geflügenbrühe bestreichen. Insgesamt bleibt der Braten 3 Stunden im Ofen.

Wenn du merkst, dass die Brust zu dunkel wird, kannst du sie mit Alufolie bedecken. Um auf Nummer sicher zu gehen, dass der Putenbraten auch wirklich gar ist, kann ein Bratenthermometer helfen. Die empfohlene Kerntemperatur für Pute liegt bei 80 bis 90 Grad.

Tipp: Bitte im Fleischerfachgeschäft deines Vertrauens um eine küchenfertige Pute (ohne Hals und Innereien).


Für die Cranberry-Sauce

Zutaten

  • 200 g frische Cranberries (wahlweise TK)
  • 100 g Zucker
  • 125 ml Apfel- oder Orangensaft
  • Zitronenschale einer halben Frucht

Zubereitung

Zucker und Saft in einem Topf zum Kochen bringen. Cranberries waschen und ebenfalls in den Topf geben. Bei geringer Temperatur etwa 15 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss mit der geriebenen Zitronenschale abschmecken.


Für den Süßkartoffelstampf

Zutaten

  • 5 große Süßkartoffeln
  • 50 g Butter
  • 5 EL brauner Zucker
  • Milch (nach Belieben)
  • Salz

Zubereitung

Kartoffeln waschen und in einem großen Topf mit Salzwasser etwa 35 Minuten kochen. Im Anschluss die Kartoffeln pellen und zusammen mit der Butter sowie einem Teil des Zuckers stampfen. Eine Prise Salz dazugeben und so viel Milch darunterheben bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Den Stampf in eine Auflaufform geben und im vorgeheizten Backofen (180 Grad, Umluft 160 Grad) etwa 30 Minuten weitergaren lassen. Mit dem restlichen Zucker garnieren.

Als weitere Beilage passt dazu Rosenkohl.


Einfach gut genießen – Dein Fleischerhandwerk

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